Purwien & Kowa veröffentlichen ihr sechstes Album “Sechs”

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Purwien & Kowa veröffentlichen ihr sechstes Album “Sechs”

Mit “Sechs” schlagen Purwien & Kowa ein neues Kapitel ihrer musikalischen Reise auf. Das sechste Album des deutsch-schweizerischen Duos verbindet elektronische Popmusik mit dem Sound der 80er-Jahre, persönlichen Geschichten und einem unverkennbaren Sinn für Humor.

Manche Bands erfinden sich mit jedem Album neu. Purwien & Kowa verfolgen offenbar andere Pläne. Christian Purwien und Thomas Kowa bleiben ihrer Leidenschaft für elektronische Musik treu und präsentieren mit “Sechs” eine vielseitige Sammlung zwischen klassischem Synthpop, emotionaler Tiefe, gesellschaftlichen Beobachtungen und ironischen Seitenhieben auf sich selbst und die Welt.

Produziert von Olaf Wollschläger, erscheint das Album am 23. Oktober 2026 bei Town and Towers als CD und digital. Die elf Songs bewegen sich zwischen nostalgischen Synthesizerklängen, persönlichen Rückblicken und der Frage, wie viel Ernsthaftigkeit man sich im Pop eigentlich leisten sollte.

Den Auftakt zu dieser musikalischen Reise bildet “Italo Disco in San Francisco”. Der Song nimmt die Hörer mit auf einen rasanten Trip durch die Popkultur der 80er-Jahre, in dem Musiklegenden, historische Figuren und vertraute Referenzen aufeinanderprallen. Mit treibenden Beats, eingängigen Melodien und einer gehörigen Portion Ironie feiert der Titel die Ära von Synthpop, New Wave und Italo Disco. Die Single erscheint sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch – wobei beide Fassungen ihre ganz eigene Perspektive auf das musikalische Universum der 80er entwickeln.

Doch “Sechs” ist weit mehr als eine nostalgische Reise in vergangene Zeiten.

Mit “Concorde” hebt das Duo früh ab. Überschallgeschwindigkeit, Champagner und Kaviar inklusive. Musikalisch erinnert der Track an die elektronische Präzision von Kraftwerk und entwirft eine Reise, bei der technologische Faszination und übersteigerter Luxus aufeinandertreffen.

Deutlich emotionaler wird es mit “Hinter Glas”. Der Song handelt von Beziehungen, Distanz und Sehnsucht – Themen, für die es bekanntlich selten einfache Lösungen gibt. Das Stück stammt ursprünglich aus der musikalischen Vergangenheit von Christian Purwien und seiner früheren Band Second Decay. Auf “Sechs” erhält der Song eine neue Interpretation und verbindet die Geschichte des Duos mit seiner heutigen musikalischen Ausrichtung.

Auch “Gravity” widmet sich den weniger leichten Seiten des Lebens. Verlust, Leere und das Gefühl, dass einem plötzlich die eigene Schwerkraft abhandengekommen ist, stehen im Mittelpunkt dieses nachdenklichen Tracks.

Mit “We´re Wrong” richtet sich der Blick auf die Gesellschaft. Der Song formuliert eine ebenso ironische wie ernüchternde Betrachtung einer Welt, in der Fehler zum Alltag gehören und Einsicht nicht unbedingt zu den gefragtesten Eigenschaften zählt.

Auf “System” nehmen Purwien & Kowa die Strukturen unter die Lupe, die unser Leben bestimmen. Das Gefühl, lediglich ein kleines Zahnrad in einer größeren Maschine zu sein, wird zum Ausgangspunkt einer elektronischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Mechanismen und der eigenen Rolle innerhalb des Systems.

Dass sich nicht jedes Thema mit philosophischem Tiefgang behandeln lässt, beweist BANDIT 2000. Hier geht es um Größenfantasien, Identität und den Wunsch, am liebsten alles gleichzeitig zu sein: Bandit, Papst, Superstar. Der Song zerlegt musikalischen Ehrgeiz mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

“Irgendwas ist immer” widmet sich einer anderen, nur allzu menschlichen Eigenschaft: der Fähigkeit, selbst dann etwas zu finden, worüber man sich beschweren kann, wenn die Umstände eigentlich keinen Anlass dazu geben. Eine Beobachtung, in der sich vermutlich mehr Menschen wiedererkennen werden, als ihnen lieb ist.

Düsterer wird es mit “Eyes Of Aragon” . Zwischen dystopischen Beobachtungen, philosophischen Fragen und einer Atmosphäre, die Raum für eigene Interpretationen lässt, zeigt sich die dunklere Seite des Albums. Auch dieser Titel führt zurück zu den musikalischen Wurzeln von Thomas Kowa und seiner früheren Band No Comment.

Mit “Me and my Snthex” widmet sich das Duo schließlich einer ganz besonderen Liebesgeschichte. Im Mittelpunkt steht kein Mensch, sondern ein Synthesizer. Was zunächst ungewöhnlich klingt, fügt sich erstaunlich schlüssig in die musikalische Welt von Purwien & Kowa ein. Thomas Kowa übernimmt dabei selbst den Gesang und beweist, dass für eine überzeugende Liebeserklärung nicht zwingend eine klassische Popstimme erforderlich ist.

zwischen nostalgie und gegenwart

Mit seinen elf Titeln verbindet “Sechs” unterschiedliche Facetten elektronischer Popmusik. Der Einfluss der 80er-Jahre ist deutlich hörbar, doch das Album beschränkt sich nicht auf die Wiederbelebung vergangener Sounds. Vielmehr nutzen Purwien & Kowa die musikalische Sprache dieser Ära, um persönliche und gesellschaftliche Themen aufzugreifen – von Liebe und Verlust über Identität und Ehrgeiz bis hin zu den Mechanismen unserer modernen Welt.

Dabei behalten Christian Purwien und Thomas Kowa ihre eigene Perspektive bei. Sie nehmen ihre Musik ernst, sich selbst jedoch nicht immer. Zwischen emotionalen Songs, elektronischer Nostalgie und humorvollen Beobachtungen entsteht ein Album, das seine Widersprüche nicht auflösen muss, um als Ganzes zu funktionieren.

Auch abseits der Musik beschäftigen sich Purwien & Kowa weiterhin mit ihrer Leidenschaft für die 80er-Jahre. Mit ihrem Podcast DISKO80 widmen sie sich der Musik und Kultur dieser Zeit, während sie mit ihrem weiteren Projekt Heldautomat die dunkleren Seiten elektronischer Musik erkunden.

Mit “Sechs” führen sie ihren eigenen Weg konsequent fort: ohne sich aktuellen Trends unterzuordnen, dafür mit einer klaren Vorstellung davon, was elektronische Popmusik für sie bedeutet.

Ob Überschallflug mit der Concorde, emotionale Schwerelosigkeit oder die Liebe zum eigenen Synthesizer – Purwien & Kowa verbinden große Themen mit elektronischen Melodien und einem selbstironischen Blick auf das eigene Schaffen.

Vielleicht lässt sich das Album am besten mit einem seiner Titel zusammenfassen: We`re Wrong.

Aber immerhin wissen sie es.

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