Dead Lights – Lash (Rezension)

Start1.0 Musik1.4 ReviewsDead Lights – Lash (Rezension)

Dead Lights – Lash (Rezension)

Kaum zu glauben, aber mit „Lash“ legen Dead Lights bereits ihr drittes Album vor. Seit 2020 ist das transeuropäische Duo um Richard Van Kruysdijk und Saul Stranger – aus den Niederlanden beziehungsweise Großbritannien – aktiv. „Glam-EBM“ lautet die bandeigene Genrebezeichnung. Glamour versprüht die Formation vor allem auf der Bühne; musikalisch bewegt sich das Duo auf einem spannenden Grat zwischen Synthpop und EBM.

„Lash“ zeigt, dass sich die Band erneut ein gutes Stück weiterentwickelt hat.

- Advertisement -

Der Opener „Never Take Me Alive“ beginnt mit einer ausgedehnten Aufbauphase, bevor er sich zu einer stampfenden Midtempo-Nummer entwickelt. Vor allem in den Gesangslinien zeigt sich, dass Dead Lights inzwischen eine klare eigene Handschrift entwickelt haben. Die Band folgt dabei konsequent ihrem eigenen Gespür, statt sich gängigen Genre-Schubladen zu unterwerfen.

Auch „The Human Touch“ entzieht sich einer eindeutigen stilistischen Zuordnung. Was zunächst wie eine klassische EBM-Clubnummer beginnt, verliert sich zwischenzeitlich in verspielten Fragmenten. Ein ambitionierter Track, der sein volles Potenzial nicht schon beim ersten Hördurchgang preisgibt.

Mit „The Dream Membrane“ werde ich hingegen auch nach längerer Beschäftigung nicht wirklich warm. Der Track ist künstlerisch zweifellos anspruchsvoll, wirkt in seiner Anlage jedoch etwas zu verkopft.

Mit „Gravity“ zündet das Duo dann genau das, was es besonders gut beherrscht: eine Clubnummer mit Wucht. Allerdings nie nach Schema F – die DNA von Dead Lights bleibt jederzeit deutlich hörbar. Gerade dieser Track unterstreicht eine der großen Stärken des Albums: die Sorgfalt, mit der jedes einzelne Arrangement-Element platziert ist. Insbesondere der Gesang variiert sowohl in der Performance als auch in der Bearbeitung stark und verleiht der Band einen unverwechselbaren Klangcharakter.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Mit „Resonate“ treibt die Band diesen Ansatz noch weiter. Der Song besitzt grundsätzlich das Potenzial für die Clubs, wirkt durch seinen leicht holprigen Rhythmus jedoch nicht wie der offensichtlichste Kandidat für die Tanzfläche. Gerade dieses Spannungsfeld verleiht dem Stück jedoch seinen besonderen Reiz.

Das abschließende „Unmaker“ ragt innerhalb des Albumkontexts etwas heraus. Der Song wirkt wie ein ambitionierter Versuch, dem Outro einen orchestral angehauchten Charakter zu verleihen.

Der größte Pluspunkt des Albums liegt in seinem Anspruch, EBM neu zu denken, ohne dabei den Blick über den Tellerrand zu scheuen. Darüber hinaus hat die Band inzwischen einen unverwechselbaren Grundton gefunden, der sie klar von vielen anderen Acts abhebt. Allein das können längst nicht alle Formationen von sich behaupten. Eine klare Empfehlung für alle, die ein mutiges EBM-/Synthpop-Album zu schätzen wissen.

Follow Dead Lights @ Black Generation

Um diese Funktion nutzen zu können, benötigst du einen Black Generation Account.
Login | Kostenlos Registrieren

Dead Lights @ Web

www.deadlights.band
facebook.com/officialdeadlights

Dead Lights Live

Oktober 2026

23OktGanztägigEuropean Dark Dance Treffen 2026 (Mannheim, DE)ArtistAgonoize, Chrom, Dead Lights, digital ENERGY, Diorama, Extize, Frozen Plasma, In Strict Confidence, Mono No Aware, pendingPosition, Priest, Reaper, Sans Fin, Suicide Commando, Unzucht

Alle Angaben und Inhalte sind ohne Gewähr, Irrtum und Änderungen vorbehalten.

REVIEW OVERVIEW

Never Take Me Alive
87 %
The Human Touch
90 %
The Dream Membrane
70 %
(The Edge of) Dusk
85 %
Break Out
88 %
Gravity
91 %
Killing Time
85 %
Take
81 %
The Algorithm
90 %
Grind
88 %
Resonate
92 %
Unmaker
82 %

Suchen

Latest

- ADVERTISMENT -

Related Articles

Kaum zu glauben, aber mit „Lash“ legen Dead Lights bereits ihr drittes Album vor. Seit 2020 ist das transeuropäische Duo um Richard Van Kruysdijk und Saul Stranger – aus den Niederlanden beziehungsweise Großbritannien – aktiv. „Glam-EBM“ lautet die bandeigene Genrebezeichnung. Glamour versprüht die Formation...Dead Lights – Lash (Rezension)