Es gibt Songs, bei denen man sofort weiß: Das wird ein Hit.
Und dann gibt es Purwien & Kowa.
Mit „Italo-disco in San Francisco“ liefern Purwien & Kowa den eingängigsten, tanzbarsten und – man wagt es kaum auszusprechen – hitverdächtigsten Track ihrer Karriere ab.
Alles ist vorhanden: ein treibender Beat, kultige Anspielungen und ein Refrain, der wie ein besonders hartnäckiger Ohrwurm aus den 80ern im Kopf hängen bleibt. Die logische Konsequenz wäre ein Chart-Erfolg.
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Weitere InformationenDas tatsächliche Ergebnis ist: Purwien & Kowa werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um genau das zu verhindern.
Das fängt schon damit an, dass sie sich nicht die Mühe gemacht haben, sich zwischen einer deutschen und einer englischen Version zu entscheiden.
Die englische Version ist ein popkulturelles „Wo ist Walter?“ der 80er, in dem Falco, Gorbachev, Blondie und gefühlt das gesamte Jahrzehnt beiläufig aneinander vorbeiziehen. Eine globale Überladung an Anspielungen, die irgendwo zwischen Genialität und leichter Erschöpfung schwebt.
Die deutsche Version hingegen ergibt nur Sinn, wenn man mit der Neuen Deutschen Welle aufgewachsen ist, und eröffnet ein seltsam spezifisches Paralleluniversum irgendwo zwischen Bahnhof Zoo, Westerland und Wladiwostok. Und wenn man diese Version wirklich bevorzugt, gehört man entweder zu einem sehr exklusiven Nischenpublikum – oder ist ein historisches Relikt.
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