Vergesst alles, was ihr zu wissen glaubt über Avarice In Audio. „Welcome To Weimar America“ ist nicht dazu da, euch zu trösten, nett zu unterhalten oder der Welt einen Sinn zu geben. Es ist dazu da, sie mit Galle zu überschütten.
Auf ihrem siebten Album machen die langjährigen australischen Freunde Gerry und Lawrie (Studio-x) einen gewaltsamen Abstecher in die dunkelsten Ecken des Industrial-Rock der 90er, des Elektro-Metal und des lauten, gitarrengetriebenen Wahnsinns und ziehen ihre vertraute elektronische DNA durch eine besonders dreckige Realität. Das Ergebnis ist ihr bisher extremstes, aggressivstes und bewusst unbequemes Album.
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Weitere Informationen„Welcome Home“. „Let Them Eat Violence“. „Bareback In Babylon“. „Our Trade Is War“. „The Devil Gets His Due“. Schon die Titel allein sollten wohl als Warnung ausreichen. Das ist Avarice In Audio, die eine Welt beobachten, die aufgehört hat, sich in die richtige Richtung zu drehen, und beschließen, dass die angemessene Reaktion darin besteht, die Lautstärke aufzudrehen. Teils dystopisches Videospiel, teils politischer Albtraum, teils Industrial-Rock-Fiebertraum – das Album lässt Satire und Realität verschwimmen, bis man nicht mehr sagen kann, was davon abgefuckter ist.
Es gibt eingängige Hooks. Es gibt Power. Es macht sogar Spaß. Aber erwartet keine leichte Fahrt. „Welcome To Weimar America“ ist absichtlich schwer verdaulich, gelegentlich abstoßend und herrlich übertrieben. Fans des dunkleren Synth-Pop, des harten Elektros und der EBM-geprägten Vergangenheit der Band müssen ihre Komfortzone vielleicht an der Tür zurücklassen.
Mit dem langjährigen Freund Static Logic bei einer Neuauflage von „Let The Boreal Burn“ aus dem Jahr 2026 und dem Artwork von Kallisti Design werfen Avarice In Audio hier jede musikalische Zurückhaltung über Bord und setzen alles in Brand, was übrig bleibt.
„Welcome to Weimar America“. Bitte haltet eure Hände im Fahrzeug. An jeder Ecke fallen Tote um.
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