Amphi Festival 2026; 25. – 26.07.2026, Köln (Tanzbrunnen)

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Amphi Festival 2026; 25. – 26.07.2026, Köln (Tanzbrunnen)

Wenn das Amphi ruft, sind wir am Start! Bereits seit zwanzig Jahren in Köln am Tanzbrunnen!

Die Vorfreude war – wie jedes Jahr – riesig und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Zwei intensive Festivaltage voller Highlights sorgten für unvergessliche Momente in der schönsten Stadt Deutschlands (Köln)! Bereits am Freitag ging es wie schon in den letzten Jahren auf die MS RheinEnergie. Zum „Call The Ship To Port“-Event konnten die Veranstalter Hocico, Grendel und Alienare gewinnen. Ein stimmiger „Kick-off“ am Freitagabend! Mal wieder wurde bewiesen, warum das Festival zu den größten unserer Szene zählt.

Veranstalter Protain investierte in neue Technik u.a. eine neue Videowand!

So wurde eines der größten Probleme vergangener Jahre deutlich entschärft: Dank des riesigen Bildschirms konnten nun auch Besucherinnen und Besucher in den hinteren Reihen das Bühnengeschehen problemlos verfolgen. Bei über 40 Bands an 2 Tagen war das war mal wieder klar, dass es ein echtes Ausnahmejahr werden dürfte. Amphi – das ist Herz, Leidenschaft und der eine Song, der Euch noch Wochen später als Ohrwurm begleitet.

Samstag, 25.07.2026

Soulbound

Mitreißender Modern Metal voller Emotionen! Soulbound bewiesen bei ihrem Auftritt eindrucksvoll, warum sie zu den spannendsten Modern-Metal-Bands Deutschlands zählen. Frontmann Johnny überzeugte mit kraftvollem, emotionalem Gesang und einer charismatischen Bühnenpräsenz. Aber auch nachdenkliche Momente und sehr persönliche emotionalen Ansagen überzeugten. Schade, dass es noch so früh war…und die Fans scheinbar noch etwas müde.

Heldmaschine

Heldmaschine – Amphi Festival 2026

Ja, sie sind aus der Rammstein Coverband Völkerball entstanden. Aber ihr eigenständiger Industrial-Rock geht ins Ohr und Tanzbein. Es werden neue, eigenständigen Tracks aus dem aktuellen Album „Eiszeit“ und bewährte Klassiker präsentiert. Von der ersten Minute an herrschte eine explosive Atmosphäre: druckvolle Gitarren, harte elektronische Beats und die passenden Vocals von Sänger René sorgten für ein intensives Konzerterlebnis.

Heldmaschine zeigte sich nahbar, spielfreudig und voller Leidenschaft. Die Fans feierten jede Minute…



Das Ich

Das Ich – Live WGT 2026

Das Ich haben das Genre „Neue deutsche Todeskunst“ mitbegründet und bewiesen einmal mehr, warum die Band seit Jahrzehnten zu den prägenden Namen der deutschen Dark-Electro-Szene gehört. Die markante Stimme von Stefan Ackermann, die rollenden Keybords, so entstand eine außergewöhnliche Atmosphäre, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Bruno und Stefan haben nichts von Ihrer Ausdruckskraft und Faszination verloren.

Ein intensives Konzerterlebnis für alle Fans der dunklen Klänge. Man war ein Teil einer Zeremonie.

Solar Fake

Solar Fake – Amphi Festival 2026

Sven F. & Co haben sich in der Szene längst einen Namen gemacht und verfügen über eine treue Fangemeinde. Umso größer waren die Erwartungen an den Auftritt – doch an diesem Nachmittag wollte der Funke nur schwer überspringen.

Die Songs kamen sauber gespielt, aber die emotionale Tiefe, die gerade den melancholischen Electro-Sound von Solar Fake ausmacht, blieb über weite Strecken auf der Strecke. Statt einer mitreißenden Atmosphäre entstand häufig der Eindruck eines abgespulten Programms. Schade!


Calva Y Nada

Calva Y Nada sind ein düsteres Klangexperiment zwischen elektronischer Musik, Avantgarde und Dark Wave und spielten passenderweise im Theater.

Die Bühne wird zum Schauplatz einer intensiven musikalischen Inszenierung. Breñal, das Alter Ego von Mastermind Constantin, zieht das Publikum mit seiner markanten, düsteren Stimme sofort in den Bann.

Ein Auftritt für alle, die elektronische Musik nicht nur hören, sondern spüren wollen. Düster, eigenwillig und faszinierend – Calva Y Nada beweisen eindrucksvoll, dass echte Avantgarde auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Wirkung verliert.

Covenant

Covenant – Amphi Festival 2026

Leider musste der geplante Headliner VNV Nation zum wiederholten Male krankheitsbedingt absagen. Alles Gute, gute Besserung Ronan! Als Ersatz / Alternative wurde Covenant gebucht.

Sänger Eskil Simonsson kam im weißen Anzug und Hut auf die Bühne und präsentiert gleich einen seiner größten Hits ins besondere in Deutschland „Der Leiermann“. Ich weiß nicht ob es am älteren, müde getanzten Publikum lang oder ob die Fans enttäuscht waren zum zweiten Mal nicht VNV Nation sehen zu können…

Die elektronischen Arrangements liefen sauber, aber steril aus den Boxen. Ein Konzert lebt nicht nur von der Vergangenheit – es braucht Leidenschaft, Präsenz und den Willen, das Publikum mitzunehmen. Genau das fehlte an diesem Abend.

Sonntag, 26.07.2026

Chrom

CHROM – Amphi Festival 2026

Chrom beweisen nach diesem Gig, warum sie zu den spannendsten Newcomern unserer Szene gehören. Von der ersten Minute an zieht die Band das Publikum in ihren Bann: treibende Beats, düstere Synthesizer-Flächen und die markante Stimme von Sänger Chris verschmelzen zu einer Atmosphäre, die gleichermaßen tanzbar und emotional wirkt.

Sehr gelungen!



Schattenmann

Schattenmann – Amphi Fesitval 2026

Hier zeigte sich eindrucksvoll,  warum die Nürnberger Band längst zu den festen Größen der modernen Dark-Rock-Szene zählt und einer der interessantesten neuen Bands unserer Szene ist. Frontmann Frank präsentierte sich gewohnt präsent und führte das Publikum mit kraftvoller Stimme durch das neue Album „Endgegner“.

Songs wie „Endgegner“, „Generation Sex“ oder „Schna-na-naps“ wirkten live noch intensiver.

Hier passen düstere Themen, harte Klänge und eingängige Melodien hervorragend zusammen – ein intensives Konzerterlebnis für alle Fans inovativer deutscher Rockmusik.

Solitary Experiments

Sänger Dennis Schober & Co. beweisen einmal mehr, warum sie seit Jahren zu den festen Größen der elektronischen Musikszene zählen. Mit ihrem Mix aus treibenden Synthie-Klängen, eingängigen Melodien und emotionalen Texten gelingt es, das Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann zu ziehen.

Zwischen düsteren Momenten und euphorischen Passagen entsteht eine abwechslungsreiche Dynamik, die das Publikum zum Tanzen, Mitsingen und Abtauchen einlädt. Solitary Experiments waren der heimliche VNV NATION Ersatz! Treibender Electro und ausgelassener Club-Atmosphäre! Das wollen die Fans hören!

Lebanon Hanover

Puh… das ist schwere Kost… meiner Ansicht zu schwer für ein Festival…

Was einem als „unterkühlte Ästhetik“ verkauft wird, wirkte live erschreckend monoton und leblos. Die Songs reihten sich aneinander, ohne echte Höhepunkte oder überraschende Momente zu erzeugen. Die karge Bühnenpräsenz passte zwar zum Konzept, vermittelte aber eher den Eindruck von Desinteresse als von bewusster Zurückhaltung.

Sorry, nicht mein Ding!

Diary of Dreams

Die markante Stimme von Adrian Hates erschaffte eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Hoffnungslosigkeit, Sehnsucht und purer Energie liegt.

Diary Of Dreams – Amphi Festival 2026

Klassiker treffen auf neuere Stücke, wobei besonders die intensiven, melancholischen Passagen ihre Wirkung entfalten. Das Publikum hängt förmlich an den Lippen des Sängers und lässt sich bereitwillig in die düsteren Geschichten und Klanglandschaften entführen.

Dabei wirkt nichts beliebig – jeder Sound, jede Pause und jeder Blick von der Bühne scheint genau gesetzt. Da sind Profis mit Erfahrung am Werk.



Joachim Witt

Seufz… Was als nostalgische Reise durch mehrere Jahrzehnte deutscher Musikgeschichte angekündigt war, entpuppte sich als zäher Pflichttermin ohne große Höhepunkte.

Der alte Mann versuchte vieles… aber es kam einfach nicht viel rüber. Er hatte seine Zeit!

Traurig!

Welle:Erdball

Welle: Erball – Amphi Festival 2026

Es gibt Bands, die einfach nur Musik spielen – und es gibt Bands, die eine eigene Welt, die Träume erschaffen, Emotionen auslöst. Sänger Honey & Co. Geht mit uns auf einen multimediale Zeitreise durch die Ästhetik vergangener Jahrzehnte, durch die Klänge alter Radios, die Faszination analoger Technik und die Vision einer Zukunft, wie man sie sich einst in den 1950er- und 1960er-Jahren vorgestellt hat.

Zwischen Retro-Computerromantik, Morsezeichen, Videoprojektionen und perfekt inszenierter Bühnenoptik entsteht eine Atmosphäre, die gleichzeitig nostalgisch und futuristisch wirkt.

Als die ersten elektronischen Klänge durch die Halle schallen, ist sofort klar: Die Maschinen laufen auf Hochtouren. Präzise Sequenzen, treibende Synthesizer und die markante Stimme von Sänger Honey verbinden sich zu einem Sound, der unverwechselbar nach Welle:Erdball klingt. Dabei bleibt die Band ihrem Konzept treu: Elektronische Musik wird hier mit Humor, Charme und einer großen Portion Leidenschaft zum Leben präsentiert.

Nach dem zweiten Song gab es leider einen medizinischen Notfall aber auch dieser Vorfall wurde von Honey souverän, konsequent und menschlich gehändelt. Nach dem das Konzert weiterlief erschafft Welle:Erdball einen eigenen Kosmos, in dem das Publikum für einige Stunden den Alltag vergessen kann.

Natürlich dürfen die großen Klassiker nicht fehlen. Songs wie „Hoch die Fahnen“, „Starfighter F-104G“, „Schweben, Fliegen, fallen“ oder „Die Roboter“ sorgen für begeisterte Reaktionen und verwandeln den Konzertsaal in eine tanzende Gemeinschaft aus Fans, die jedes Detail der Band zu schätzen wissen. Dabei zeigt sich, dass Welle:Erdball nicht nur eine Fangemeinde, sondern fast schon eine eigene Kultur geschaffen haben.

Wir alle waren Teil einer besonderen Inszenierung. Welle:Erdball liefern keine gewöhnliche elektronische Show – Es war ein Konzertabend voller Charme, Kreativität und musikalischer Detailverliebtheit. Wer sich auf diese ungewöhnliche Reise einlässt, wird belohnt: mit einer Show, die beweist, dass echte Originalität zeitlos ist. Welle:Erdball senden weiterhin auf ihrer ganz eigenen Frequenz – und das Publikum empfängt jedes Signal mit Begeisterung.

Orbit Stage

Ursprünglich war die Orbit Stage mal am Kennedyufer vorgesehen und damit nur etwa 300 Meter vom Festivalgelände entfernt. Aufgrund des niedrigen Rheinpegels musste das Schiff jedoch seit mehreren Jahren auf der anderen Rheinseite festmachen.

Dadurch verlängerte sich der Weg bis zur Orbit Stage erheblich.

Leider habe ich es nicht bis dahin geschafft. Ich hatte letztes Jahr schon mal hierzu Vorschläge gemacht: Wie wäre es, wenn man das Staatenhaus, den Jugendpark, das Parkcafe im Rheinpark o.ä. nutzen würde? Ich hoffe auf eine ergebnisoffene Prüfung.

Das Schiff ist von der Location her schön, aber es wird auch in den nächsten Jahren immer sehr weit entfernt geparkt werden müssen. Die Bands die da spielen haben mehr Publikum verdient.

Security

Ja, mein gespaltenes Verhältnis zu den Mädels & Jungs… insbesondere, wenn man die „Sicherheits – Szene“ gut kennt und weiß, dass es besser geht. Sicherheit ist wichtig… (hat man gerade beim CSD in Berlin gesehen), aber „das Ganze“ muss händelbar, situativ-flexibel auslegbar für alle sein. Menschlichkeit vor Dienstanweisung!

Rahmenprogramm

Neben den bekannten Angeboten gab es wenig Neues zu entdecken. Bzw. es fiel auf, dass einige Händler aus den Vorjahren nicht mehr vertreten waren.

Das gastronomische Angebot war vielfältig und bot eine gute Auswahl. Preislich bewegte sich das Catering jedoch auf einem neuen, höheren Niveau. Reine EC-Cash Kassen sind kompletter Quatsch! Weder ging es dadurch schneller, noch ist es kundenfreundlicher (…im Zweifelsfall hatte man sich falsch angestellt in der Warteschlange und dann?)

Outfit

Durch Euer phantasievolles, vielseitiges und kreatives Outfit wird das Amphi – Festival aufgewertet. Szenen vermischen sich. Es verschmelzen sämtliche Subkulturen zu einer oft ganz individuellen Auslegung (und das trotz unfassbarer Hitze). Sehr gut! Weiter so!

Fazit

Es war mal wieder ein sehr gelungenes Wochenende.

Großartige Musik, eine einzigartige Atmosphäre und ein Publikum, das gemeinsam für unvergessliche Momente gesorgt hat. Von der ersten bis zur letzten Minute herrschte eine besondere Energie, die Künstlerinnen und Künstler sowie Fans miteinander verbunden hat. Die abwechslungsreichen Auftritte, die perfekte Organisation haben dafür gesorgt, dass sich Besucherinnen und Besucher rundum wohlfühlen konnten.

Am Ende bleibt vor allem eines: die Erinnerung an viele besondere Augenblicke, laute Gitarren, mitreißende Melodien und das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft gewesen zu sein. Das Amphi 2026 war mehr als nur eine Reihe von Konzerten – es war ein Erlebnis, das noch lange nachwirken wird. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist damit jetzt bereits

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