Die neue Single „Hinter Glas“ des deutschen Synthpop-Duos Purwien & Kowa

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Die neue Single „Hinter Glas“ des deutschen Synthpop-Duos Purwien & Kowa

Das deutsche Synth-Pop-Duo Purwien & Kowa greift mit einer Neuinterpretation des Klassikers „Hinter Glas“ von Christian Purwiens ehemaliger Band Second Decay auf seine eigene Musikgeschichte zurück – ergänzt durch einen CRED-Remix von No Comments „Eyes Of Aragon“ und einen klassischen 12″-Mix.

Es gibt Bands, die sich neu erfinden. Und dann gibt es Purwien & Kowa. Mit ihrer neuen Single „Hinter Glas“ beweisen Christian Purwien und Thomas Kowa einmal mehr, dass es absolut keinen Grund gibt, nach neuem Material zu suchen, wenn das alte noch perfekt brauchbar ist.
Ursprünglich veröffentlicht von Second Decay der legendären deutschen Electronic-/Darkwave-Band, die Christian Purwien mitbegründet hat, gilt „Hinter Glas“ seit langem als einer der prägenden Songs seiner frühen musikalischen Karriere. Der Katalog von SECOND DECAY, der auf analogen Synthesizern, atmosphärischer Elektronik und Purwiens unverwechselbarem Gesang basiert, prägte maßgeblich die deutsche Wave- und Synth-Pop-Underground-Szene der späten 1980er und 1990er Jahre.

Nun hat Purwien beschlossen, den Song selbst neu aufzulegen. Warum? Nun, wie die Band es vielleicht erklären würde: Es erspart die Mühe, einen anständigen Songwriter zu finden, und es garantiert, dass sich der Sänger nicht über die Interpretation beschwert. Aber Nostalgie ist nur die halbe Wahrheit.

Ein musikalisches Familientreffen
Das neue „Hinter Glas“ ist mehr als nur eine Reise in die Vergangenheit. Die Single wird zu einer Art musikalischem Familientreffen, das verschiedene Kapitel aus der Vergangenheit des Duos zusammenführt.
Auf der digitalen B-Seite findet sich ein Remix von „Eyes Of Aragon“ des renommierten schwedischen Elektronik-Duos CRED. Ein Track, der ursprünglich von No Comment, Thomas Kowas ehemaliger Band, aufgenommen wurde. No Comment, veröffentlichten „Eyes Of Aragon“ in den 1990er Jahren, und der Song ist seitdem zu einer Art vergessenem elektronischen Kultklassiker geworden.
So gelingt es Purwien & Kowa mit einer einzigen Veröffentlichung, beide Hälften ihrer musikalischen DNA wieder aufzugreifen. Christian Purwien lässt Second Decay wiederaufleben. Thomas Kowa lässt No Comment wiederaufleben. Und das schwedische Duo CRED darf in den Archiven stöbern. Was könnte da schon schiefgehen?

Weil zwei Minuten viel zu kurz sind
Um die Reise durch die Vergangenheit abzurunden, enthält die Veröffentlichung zudem einen klassischen 12“-Mix von „HINTER GLAS“.
Schließlich hat uns die moderne Streaming-Kultur gelehrt, dass Songs im Idealfall sofort auf den Punkt kommen sollten, am besten noch bevor der Hörer Zeit hatte, seine Kopfhörer aufzusetzen. Purwien & Kowa sehen das anders.

Sie erinnern sich an eine Zeit, in der ein Song nicht unbedingt schon in den ersten 30 Sekunden alles preisgeben musste. Eine Zeit, in der vier, fünf oder sogar sechs Minuten völlig normal waren.
Eine Zeit, in der ein Track vielleicht erst nach zwei Minuten richtig in Fahrt kam. Und das auch nur, weil die Synthesizer noch drei Minuten zum Aufwärmen brauchten. Und genau dort fühlen sich Purwien & Kowa zu Hause. Ihre Musik bewegte sich schon immer irgendwo zwischen retro-analogem Synth-Pop, elektronischer Nostalgie, trockenem Humor und bewusst übertriebener Selbstironie. Ihre eigene Beschreibung: „Retro-Analog-Synth-Pop ohne Haare“, die überraschend treffend bleibt.

Der Sound von gestern. Wieder einmal.
„Hinter Glas“ erscheint als Teil des neuen kreativen Kapitels des Duos und des kommenden Albums „Sechs“, ihres sechsten Studioalbums, das am 9. Oktober 2026 über Town And Towers Records erscheinen soll. Das Album verspricht genau das, was der Titel vermuten lässt: eine weitere Sammlung elektronischer Songs, die irgendwo zwischen 1980er-Nostalgie, moderner Produktion und dem ganz eigenen, selbstironischen Humor des Duos angesiedelt sind.

Nach ihrer Rückkehr mit der vorherigen Single „Concorde“ sind Purwien & Kowa offensichtlich nicht daran interessiert, so zu tun, als hätte die Vergangenheit nie stattgefunden. Ganz im Gegenteil.
Sie nehmen sie an. Recyceln sie. Remixen sie. Und lassen sie gelegentlich besser klingen, als sie es eigentlich verdient hätten.

Das Ergebnis ist eine Single, die sich weniger wie eine konventionelle Neuveröffentlichung anfühlt, sondern eher wie ein Klassentreffen. Alle bekannten Gesichter sind dabei. Nur die Frisuren sind schlechter geworden. Oder ganz verschwunden. Und wenn jemand fragt, warum Purwien & Kowa immer wieder zurückblicken, ist die Antwort einfach: Warum neue Fehler machen, wenn die alten doch noch perfekt funktionieren?

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